DIAKON UND ÄLTESTE 

IM NEUEN TESTAMENT

1) Die interne Struktur der Gemeinde und dessen Mitarbeiter als Älteste und Diakone sowie Pastore nach dem Neuen Testament:

 

Die Gemeinde Jesu hat für ihre Bewahrung und ihres Wachstum notwendigerweise eine interne Struktur und ihre Mitarbeiter.

 

In der christlichen Gemeinde im Neunen Testament wurden die unterschiedlichen Aufgaben auf unterschiedliche „Ämter“ wie das Amt des Ältesten und des Diakons sowie des Pastors aufgeteilt.

Dadurch konnte die Ordnung und Bewältigung der Aufgaben gewährleistet werden. Diese Mitarbeiter übernehmen Verantwortung für ihre Dienste.

Alle Gläubigen sind zweifellos vor Gott gleich würdig und gleich rangig. Aber sie haben unterschiedliche Gabe und unterschiedliche Aufgaben nach der Berufung vom Herrn Jesus anvertraut bekommen.

So ist in Eph 4,11-12: (Luther)

Er (Jesus) hat die einen als Apostel, die anderen als Propheten, wieder andere als Prediger und schließlich einige als Hirten (ELBF andere als Hirten) und Lehrer eingesetzt. (1Kor 12,28) Ihre Aufgabe ist es, die Gläubigen (die Heiligen) für ihren Dienst vorzubereiten und die Gemeinde - den Leib Christi - zu stärken. (1Kor 14, 26; 1. Petr 2, 5)

Solche unterschiedliche Funktionen der Gemeindemitarbeiter werden im Römerbrief mit den unterschiedlichen Funktionen einzelner Körperteile verglichen.

Röm 12, 4-5: So wie euer Körper viele Teile und jeder Körperteil seine besondere Funktion hat, so verhält es sich auch mit dem Leib Christi. Wir sind alle Teile seines einen Leibes, und jeder von uns hat eine andere Aufgabe zu erfüllen. Und da wir alle in Christus ein Leib sind, gehören wir zueinander, und jeder Einzelne ist auf alle anderen angewiesen.

Die gesunde und reibungslose Zusammenarbeit der Mitarbeiter in der Gemeinde wird dann gewährleistet, wenn sie sich alle unter der Führung des Herrn Jesus stellen und ihm untertan und seine Dienern sind so wie die Mitarbeiter in der Gemeinde in aller Achtung respektieren.

Alle Mitarbeiter sollen durch ihre Zusammenarbeit die Gemeinde - den Leib Christi - stärken:

 

Der Gemeindedienst ist ein selbst hingebender Dienst von Gläubigen im Sinne des Dankes und lebendigen Opfers. So sind die Gemeindemitglieder bereit, freiwillig ihrem Herrn Jesus zu dienen und in dieser Weise Gott anzubeten.

2) Ernennung der Ältesten und deren Voraussetzungen:

 

Der Apostel Paulus stellt durch Unterweisung an Timotheus und Titus (vgl. Tit 1, 5ff u.a) für Ernennung der Ältesten Voraussetzungen für das Amt der Ältesten als geistliche Aufseher und Leiterschaft in der Gemeinde fest. Die Ältesten haben als geistliche Aufseher eine pastorale (Hirtenfunktion) Tätigkeit in der Gemeinde wahrgenommen (vgl. Apg. 20,28-29)

1.Tim 3,1-7 (vgl. Titus 1, 5-9):

Es stimmt, dass jemand, der ein Ältester sein möchte, eine sehr ehrenvolle Aufgabe anstrebt.Ein Ältester muss ein Mensch sein, der ein einwandfreies Leben führt. Er soll seiner Frau treu sein. Er soll Selbstbeherrschung haben, besonnen leben und einen guten Ruf besitzen. Er soll gastfreundlich sein und fähig, andere zu lehren. Er darf kein Trinker oder gewalttätiger Mensch sein, sondern er soll freundlich und friedliebend sein und darf nicht am Geld hängen. Es ist nötig, dass er ein guter Familienvorstand ist und dass seine Kinder ihn achten und ihm gehorchen. Denn wenn ein Mann es nicht versteht, seiner Verantwortung im eigenen Haus gerecht zu werden, wie soll er dann für Gottes Gemeinde sorgen?

Ein Ältester sollte auch nicht erst vor kurzem gläubig geworden sein, damit er nicht stolz wird, schon so früh ein Amt innezuhaben, und der Teufel seinen Stolz benutzt, um ihn zu Fall zu bringen. Außerdem soll er einen guten Ruf bei den Menschen außerhalb der Gemeinde haben, damit er nicht ins Gerede kommt und in die Falle des Teufels tappt.

Titus 1, 9 Ein Ältester (Er) soll an dem Wort der Botschaft festhalten, das vertrauenswürdig ist. Denn nur dann wird er auch im Stande sein, andere durch die rechte Lehre zu ermutigen und denen, die sich ihr gegenüber ablehnend verhalten, zu zeigen, dass sie im Unrecht sind.

3) Einsetzung bzw. Ernennung der Diakone in der Gemeinde:

 

> Ernennung der Diakone und deren Voraussetzungen:


Als erstes Beispiel dafür dient die Ämtereinsetzung bzw. Ämterernennung zum Dienst des Diakons in der Gemeinde in Jerusalem. Apostel sagt in Apg 6, 3-6:

Deshalb, Brüder, wählt unter euch sieben Männer mit gutem Ruf aus, die vom Heiligen Geist erfüllt sind und Weisheit besitzen. Ihnen wollen wir die Verantwortung für diese Aufgabe übertragen. Auf diese Weise haben wir Zeit für das Gebet und die Verkündigung von Gottes Wort.«Dieser Vorschlag gefiel allen, und sie wählten folgende Männer: Stephanus - ein Mann voller Glauben und erfüllt vom Heiligen Geist, Philippus, Prochorus, Nikanor, Timon, Parmenas und Nikolaus aus Antiochien, der zum jüdischen Glauben übergetreten und jetzt Christ geworden war. Diese sieben wurden den Aposteln vorgestellt, und sie legten ihnen die Hände auf und beteten für sie.

- Diese 7 Männer wurden in Apg 21, 8 als Diakone genannt (in Apg 6 kommt das Wort „Diakon“ nicht vor. Nur die diakonische Aufgabe für „Mahlzeiten“; „Organisation der Mahlzeiten“ (V1-2) sind genannt)

> Zahlreiche andere Beispiele für die Ernennung und Berufung des Diakons kann man in den Gemeinden finden, die Apostel Paulus gegründet hat.

- Paulus unterweist Timotheus, der als ein treuer Pastor gedient hat, wie er Diakone in den Gemeinden ernennen soll. So redet Apostel in 1. Tim 3, 8-13 vom Dienst des Diakons:

Genauso ist es notwendig, dass auch die Diakone geachtete und glaubwürdige Menschen sind. Sie dürfen keine Trinker sein und nicht nach maßlosem Gewinn streben(vgl Apg6,3;Phil1,1).Sie sollen mit gutem Gewissen so leben, wie es der Wahrheit des Glaubens entspricht.(vgl 1Tim1,19) Bevor sie zu Diakonen ernannt werden, soll man ihnen andere Aufgaben in der Gemeinde übertragen, um sie zu prüfen. Wenn sie sich dabei bewähren, können sie als Diakone arbeiten.

Auch ihre Frauen sollen geachtet sein und dürfen nicht abfällig über andere reden. Sie müssen besonnen und treu sein in allem, was sie tun(vgl Tit2,3). Ein Diakon soll seiner Frau die Treue halten und seine Kinder und sein Haus gut führen. Wenn Diakone ihre Aufgabe gut erfüllen, werden sie geachtet und leben ihren Glauben an Christus Jesus mit großer Zuversicht.

4> Standfestigkeit der Gemeindemitarbeiter:

 

Gemeindemitarbeiter brauchen Ausdauer und Geduld und vor allem Treue zum Herrn. Also müssen sie standfest sein, sich aber nicht von Kleinigkeiten und Gefühlen ablenken lassen und in ihrem Dienst schwanken. So steht im 1. Kor 4, 2: Nun erwartet man von einem Menschen, dem ein Amt anvertraut wurde, dass er treu ist.

und in Kol 4, 17: sagt dem Archippus: Sieh auf das Amt, das du empfangen hast in dem Herrn, dass du es ausfüllst!

5> Gemeindearbeit als nicht vergeblich Dienst im Herrn:

 

1. Kor 15, 57- 58:

Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! (1Joh 5,4) Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

Dafür brauchen Gemeindemitarbeiter die himmlischen Kräfte und Gaben. Dafür sollen sie mit dem Wort und dem H. G erfüllt sein. Der Herr gibt seinen Mitarbeitern stets Mut und Kraft, weil Gemeindemitarbeiter selbst in der Bibel die Mitarbeiter Jesu und die Mitarbeiter Gottes sind(Timotheus als Gottes Mitarbeiter 1.Thes 3,2 vgl. Röm13,6).

6> Gemeindearbeit als eine herrliche und kostbare Tätigkeit:

 

Der hingebende Dienst der Mitarbeiter als Ältester, Diakon und sowie als Pastor hat die Anteilnahme an der Freude des Herrn Jesus zur Folge.


Ihr Dienst wird ewiglich als kostbar bewertet und als Herrliche Tätigkeit bezeichnet, wie in 2. Kor. 3, 9:

 

„Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wie viel mehr hat das Amt, das zur Gerechtigkeit führt, überschwängliche Herrlichkeit.“

1. Tim 3, 13 Wenn Diakone ihre Aufgabe gut erfüllen, werden sie geachtet und leben ihren Glauben an Christus Jesus mit großer Zuversicht.

Ebenso würdigt der Apostel Petrus die Tätigkeiten der Ältesten in der Gemeinde als ehrenvolle und herrliche Aufgabe:

1. Petr 5, 5: Wenn der oberste Hirte wiederkommt, werdet ihr (Älteste oder Gemeinde Aufseher gemeint) mit seiner unbegrenzten Herrlichkeit belohnt. (NLB)

 

>> Ergänzung zur Ältesten und deren Dienst im Neuen Testament <<

 

In Alten Testament: Älteste in Israel waren politische Vertreter von der 12 Stämme/Sitte

 

> Die jüdischen Ältesten in 4 Evangelien stehen in der Linie des alttestamentlichen Hintergrunds. Die Ältesten haben als ein Mitglieder des politischen Gremiums gemeinsam mit den Priestern, Schriftgelehrten den Herrn Jesus zum Tode verurteilt.

>> Ältesten in der christlichen Gemeinde:

* Apg. bis Kap. 13: die Apostel/ Apostel und die gewählte Ältesten in der Jerusalemer Gemeinde wurden gemischt verwendet (aber wie wurden Älteste in der Gemeinde gewählt, ist es nicht eindeutig) -> 1.Tim 4,14 Lass nicht außer Acht die Gabe in dir, die dir gegeben ist durch Weissagung mit Handauflegung der Ältesten. (?)

* Ab Apg. 14 Ältesten in der christlichen Gemeinde wurden vom Apostel ausgewählt.

* Erster Ältester wurde in Apg. 14, 23 vom Apostel Paulus ernannt und zum Amt eingesetzt (nicht Ältesten als plural, sondern nur 1 Ältester).

* Älteste als 1 Zahl Titus 1,5 und 2. Joh. Ältester (Apostel Johannes selbst); 3. Joh- Gajus als ein Ältester

* Die Ältesten in Off (wie 24 Ältesten) scheinen andere Ältesten als die in der Gemeinde zu sein (12 Mal)

* Älteste sind außer Apg. nur in wenigen Briefen wie im 1.Tim (3Mal), Tit (2Mal:1, 5+7), 1. Petr (2Mal), im Jak (1Mal) erwähnt.

* In jedem Brief von Paulus wurde das Wort des Evangeliums als die Heilslehre für die Menschen mehrmals verwendet. Jedoch ist kein Wort von der Älteste/Ältesten zu finden und sind damit keine Rede davon im Röm/1+2 Kor/Gal/ Eph/ Phil/ Kol /1+2.Thes / 2.Tim / Philemon / Hebräer /1. Joh / Judas / 2. Petr.

* In Eph hat Paulus die zentrale Lehre der Gemeinde aufgefasst. Hier kommt jedoch kein Wort von Ältesten, sondern nur Apostel, Propheten, Prediger, Hirten und Lehrer.

* Sowohl die Ältestenstruktur der Gemeinde und als auch die pastorale Struktur der Gemeinde sind biblisch nicht zu widerlegen. Jedoch sind die Ältesten in der heutigen Gemeinde ganz anders als die Ältesten in der Frühgemeindezeit.

Der Apostel weist seinen Mitarbeiter Timotheus zurecht, die Ältesten von der jeweiligen Gemeinde finanziell zu versorgen (1Tim 5,17-18). Diese Anweisung deutet wiederum darauf hin, dass die Ältesten möglicherweise vollzeitige Mitarbeiter für die Hirtenfunktion (Apg 20,28-29), den Dienst der Verkündigung und der Lehrtätigkeit des Wortes waren:

Die Ältesten, die der Gemeinde gut vorstehen, [ ..] die sich mühen im Wort und in der Lehre. Denn die Schrift sagt (5.Mose 25,4): »Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden«; und: »Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert«

 

* Älteste (presbuteros Titus 1,5) sind als Leiter, Vorsteher (episkopos, 1.Tim 3,1; Tituts 1,7), Gottes Haushalter (theou oikonomon, Titus 1,7), je nach ihrer Funktion und Ämter unterschiedlich genannt.

* Älteste sind altersmäßig nicht jung, sondern setzt schon ein gewisses Alter voraus (zu einem älterem Mann (presbuteros) soll Timotheus respektvoll sein, trotz des selben Status der Christen vor Gott (1. Tim5,1/ NEvÜ): Wenn du einen Älteren ermahnen musst, dann fahre ihn nicht hart an, sondern rede mit ihm, als wäre er dein Vater. Jüngere ermahne wie Brüder.

*1. Petr 5, 5- 6 (die junge Menschen sollen den Ältesten unterordnen/untertan):

Euch Jüngeren sage ich: "Ordnet euch den Ältesten( presbuterois) unter!" Doch alle müsst ihr im Umgang miteinander Bescheidenheit an den Tag legen. Denn "Gott widersetzt sich den Hochmütigen, nur den Demütigen wendet er seine Gnade zu."(vgl. Spr 3,34). Demütigt euch deshalb unter Gottes mächtige Hand, dann wird er euch auch zur richtigen Zeit erhöhen.

* Vor allen Hintergrund kann man die pastorale Struktur in der heutigen Gemeinde mehr der Gemeindestruktur des NT eignet sein. Heutige Pastoren sind meist hauptamtliche/vollzeitige Mitarbeiter und sie haben, im Gegensatz zu den heutigen Ältesten meist als Berufstätige, für ihren Dienst als geistlicher Aufseher mit dem theologischen Studium vorbeireitet.

* Der Herr Jesus hat in seiner Zeit nie über die Gemeindestruktur gesprochen und keine bestimmte Struktur angeordnet, im Gegensatz zu der Taufe und zum Abendmahl, deren Sinn mit der Rettung des einzelnen Teilnehmers direkt verbunden ist.

* Die Gemeindestruktur im NT ist weder vom Herrn Jesus noch von den Aposteln im bestimmten System normativ (vorschriftsmäßig) angeordnet und damit sind viel flexibler als die Voraussetzung der Mitarbeiter der Gemeinde wie der Ältesten und der Diakone. Die Gemeindestruktur, so oder so, ist nicht direkt mit Gut oder Böse (bzw. Gerechtigkeit oder Sünde) verbunden, sondern handelt es sich um die Weisheit und Effektivität der Gemeindedienste. 

 
 
 
 
 
 
 

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